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Branchen

Abluftreinigung nach Branche

Jede Branche hat ihre eigenen Emissionsquellen, Leitschadstoffe und Ausschlusskriterien bei der Verfahrenswahl. Diese Seite ist das vollständige Verzeichnis der 9 Branchenseiten — und erklärt, warum Branchenzugehörigkeit die Verfahrenswahl überhaupt prägt: über das Schadstoffspektrum, die Betriebsweise und die Rechtslage.

Blick vom Dach über ein Industriegebiet mit Chemieanlage, Lebensmittelwerk mit Silos, Metallbetrieb mit Sheddach und Flachbauten, jeweils mit eigenen Kaminen und Dachaufbauten
Neun Industriezweige, neun verschiedene Emissionsquellen — jede Branche braucht ihren eigenen Blick auf die Abluft.

Die neun Branchen

Chemie & Verfahrenstechnik

Abluftreinigung für Chemie und Verfahrenstechnik: typische Schadstoffe aus Synthese, Destillation und Trocknung, geeignete Verfahren und Ausschlusskriterien.

VOC (Flüchtige organische Verbindungen) · Methanol · Chlorwasserstoff (HCl)

Lebensmittelindustrie

Abluftreinigung für die Lebensmittelindustrie: Gerüche aus Röst-, Back- und Räucherprozessen, Fettaerosole und die passenden Reinigungsverfahren.

Geruchsstoffe · Aerosole · Acetaldehyd

Pharmaindustrie

Abluftreinigung für die Pharmaindustrie: Lösemittel aus API-Synthese und Granulierung, geeignete Verfahren und die Anforderungen aus GMP-Validierung.

Methanol · Ethanol · VOC (Flüchtige organische Verbindungen)

Metallverarbeitung & Oberflächentechnik

Abluftreinigung für Metallverarbeitung und Oberflächentechnik: Stäube, Säurenebel und Cyanwasserstoff aus Härterei, Gießerei und Galvanik im Überblick.

Feinstaub (PM10/PM2,5) · Aerosole · Chlorwasserstoff (HCl)

Lackieranlagen

Abluftreinigung für Lackier- und Beschichtungsanlagen: Overspray, VOC aus Trocknern, geeignete Verfahren und die Anforderungen an den Explosionsschutz.

VOC (Flüchtige organische Verbindungen) · Xylol · Aerosole

Abfall- & Recyclinganlagen

Abluftreinigung für Abfall- und Recyclinganlagen: Gerüche, Methan und Schwefelwasserstoff aus Biogas und Kompostierung, geeignete Verfahren im Überblick.

Geruchsstoffe · Methan · Schwefelwasserstoff (H2S)

Druckindustrie

Abluftreinigung für Flexo- und Tiefdruck: Lösemittel aus Druckfarben, Ozon aus UV-Härtung und die passenden Reinigungs- und Rückgewinnungsverfahren.

VOC (Flüchtige organische Verbindungen) · Xylol · Ethanol

Holzverarbeitung

Abluftreinigung für Holzverarbeitung: Terpene aus Sägewerken, Formaldehyd aus Spanplattenproduktion und Staub aus der Bearbeitung im Überblick.

Terpene · Formaldehyd · Feinstaub (PM10/PM2,5)

Textilindustrie

Abluftreinigung für Textilfärberei, Imprägnierung und Beschichtung: Säuredämpfe, Formaldehyd und VOC sowie die passenden Reinigungsverfahren.

Ameisensäure · Essigsäure · Formaldehyd

Wie Branchenzugehörigkeit die Verfahrenswahl prägt

Drei Faktoren fallen von Branche zu Branche unterschiedlich aus — und legen deshalb unterschiedliche Verfahren nahe.

Schadstoffspektrum

Chemie, Pharma, Lackieren und Druck emittieren überwiegend organische Lösemittel — dort dominieren thermische und adsorptive Verfahren. Lebensmittel und Recycling emittieren vor allem Gerüche und biologisch abbaubare Stoffe — dort sind Biofilter und Biowäscher oft die wirtschaftlichere Wahl. Metall emittiert überwiegend Stäube und Säurenebel, die weder thermisch noch biologisch, sondern filternd oder nass abgeschieden werden. Eine Technologie, die in der einen Branche Standard ist, kann in der anderen von vornherein ausscheiden.

Betriebsweise

Kontinuierlicher Betrieb mit hohen Betriebsstunden macht eine RTO mit ihrer hohen Investition amortisierbar — bei Chargenbetrieb mit häufigen Stillständen scheidet dieselbe RTO oft aus, weil sie ihre Wärmerückgewinnung nicht ausspielen kann. Branchen mit typischem Schichtbetrieb oder saisonalen Lastspitzen brauchen deshalb andere Verfahrenskonzepte als Branchen im Dauerbetrieb, selbst bei ähnlichem Schadstoffspektrum.

Rechtslage

Bei relevantem Lösemittelverbrauch greift in Chemie, Pharma und Druck zusätzlich zur TA Luft die Bilanzpflicht der 31. BImSchV. Bei Gerüchen aus der Lebensmittelindustrie zählt die Bewertung nach Anhang 7 der TA Luft, der Nachfolgeregelung der früheren GIRL. In der Pharmaproduktion verlangt die GMP-Validierung eine reproduzierbare, dokumentierbare Reinigungsleistung — ein Grund, warum biologische Verfahren dort häufiger ausscheiden als anderswo. Bei brennbaren Lösemitteldämpfen, etwa in Lackieranlagen, kommt Explosionsschutz nach ATEX als eigenständige Anforderung hinzu.

Welche Leitschadstoffe in welcher Branche auftreten

Dieselben Stoffe tauchen in mehreren Branchen auf, aber in unterschiedlicher Kombination — und genau die Kombination entscheidet über das Verfahren. Die Matrix zeigt die Nennungen aller 9 Branchenseiten nebeneinander.

Leitschadstoffe nach Branche: 9 Branchen, 24 Stoffe Matrix aus 9 Branchen und ihren Leitschadstoffen. Spalten: VOC (5 Branchen), Aerosole (3 Branchen), Formaldehyd (3 Branchen), Methanol (2 Branchen), Chlorwasserstoff (2 Branchen), Geruchsstoffe (2 Branchen), Essigsäure (2 Branchen), Ethanol (2 Branchen); weitere Stoffe zusammengefasst: Feinstaub, Xylol, Halogenwasserstoffe, Benzol, Acetaldehyd, PAK, Cyanwasserstoff, Stickoxide, Amine, Methan, Schwefelwasserstoff, Silane und Siloxane, Ammoniak, Ozon, Terpene, Ameisensäure. Chemie & Verfahrenstechnik: VOC, Methanol, Chlorwasserstoff, Halogenwasserstoffe, Benzol; 4 Verfahren mit Eignungsbewertung. Lebensmittelindustrie: Geruchsstoffe, Aerosole, Acetaldehyd, Essigsäure, PAK; 4 Verfahren mit Eignungsbewertung. Pharmaindustrie: Methanol, Ethanol, VOC; 3 Verfahren mit Eignungsbewertung. Metallverarbeitung & Oberflächentechnik: Feinstaub, Aerosole, Chlorwasserstoff, Cyanwasserstoff, Stickoxide, Amine; 4 Verfahren mit Eignungsbewertung. Lackieranlagen: VOC, Xylol, Aerosole, Formaldehyd; 4 Verfahren mit Eignungsbewertung. Abfall- & Recyclinganlagen: Geruchsstoffe, Methan, Schwefelwasserstoff, Silane und Siloxane, Ammoniak; 4 Verfahren mit Eignungsbewertung. Druckindustrie: VOC, Xylol, Ethanol, Ozon; 4 Verfahren mit Eignungsbewertung. Holzverarbeitung: Terpene, Formaldehyd, Feinstaub; 4 Verfahren mit Eignungsbewertung. Textilindustrie: Ameisensäure, Essigsäure, Formaldehyd, VOC; 4 Verfahren mit Eignungsbewertung. Leitschadstoffe nach Branche 9 Branchen · 24 Leitschadstoffe VOCAerosoleFormaldehydMethanolChlorwasserstoffGeruchsstoffeEssigsäureEthanolweitere StoffeVerfahren bewertet Chemie & Verfahrenstechnik +2 4 Lebensmittelindustrie +2 4 Pharmaindustrie – 3 Metallverarbeitung &Oberflächentechnik +4 4 Lackieranlagen +1 4 Abfall- & Recyclinganlagen +4 4 Druckindustrie +2 4 Holzverarbeitung +2 4 Textilindustrie +1 4 als Leitschadstoff genannt · +n = weitere Stoffe außerhalb der Spalten · rechts: bewertete Verfahren

Zum Ansehen seitlich wischen

Welche Leitschadstoffe die Branchenseiten jeweils nennen: ein Punkt pro Nennung, die 8 häufigsten Stoffe als Spalten, alle weiteren je Branche als Zahl zusammengefasst. Rechts die Anzahl der Verfahren, die die jeweilige Branchenseite mit Eignungsbewertung aufführt. Datenbasis ist das Frontmatter der 9 Branchenseiten, keine Gewichtung von Hand.

So ist jede Branchenseite aufgebaut

Damit Sie vor dem Klick wissen, was Sie erwartet: Jede der 9 Seiten folgt demselben Schema, unabhängig von der Branche.

Typische Prozesse Die Anlagenteile und Arbeitsschritte, aus denen die Abluft der Branche stammt — vom Reaktor bis zur Trocknung.
Leitschadstoffe Die Stoffe, die in dieser Branche die Verfahrenswahl bestimmen, mit Verweis auf die jeweilige Schadstoffseite.
Verfahren mit Eignung Welche Verfahren für die typischen Leitschadstoffe in Frage kommen — und wo dieselbe Technik ausdrücklich ausscheidet.
Einschlägige Vorschriften Regelwerke, die über die allgemeine TA Luft hinaus für diese Branche greifen, mit Gliederungsnummer.

Wer die passende Verfahrensklasse branchenübergreifend vergleichen will, findet die Systematik gebündelt in der Verfahrensübersicht; eine erste Eingrenzung anhand der eigenen Anlagendaten liefert der Anlagenrechner.

Sie kennen nur den Schadstoff, noch nicht die passende Branche?

Manchmal ist der Ausgangspunkt nicht die Branche, sondern ein einzelner Schadstoff — etwa weil eine Messung ihn ausgewiesen hat oder eine behördliche Auflage ihn ausdrücklich nennt. In diesem Fall ist der Schadstoff-Finder der schnellere Weg: Er zeigt zu über 50 Stoffen, welche Branchen ihn typischerweise emittieren, welche Verfahren ihn abscheiden und bei welchen Verfahren er zum Ausschlusskriterium wird. Die Branchenseiten hier gehen den umgekehrten Weg — sie starten bei der Branche und zeigen deren typische Leitschadstoffe im Zusammenhang. Beide Wege führen am Ende zur selben Verfahrensfrage, nur mit unterschiedlichem Ausgangspunkt.

Warum es neun Branchen sind, nicht zehn

Die Liste orientiert sich an den Industriezweigen, in denen tatsächlich belegbare Projekterfahrung vorliegt — nicht an einer runden Zahl. Eine zehnte Branche wurde nicht ergänzt, nur damit die Übersicht vollständiger aussieht. Fehlt Ihre Branche in der Liste, heißt das nicht, dass sie außerhalb unserer Erfahrung liegt: Die zugrundeliegende Systematik — Leitschadstoffe, Betriebsweise, Rechtslage — überträgt sich auf praktisch jede Industrie mit Prozessabluft. Sehen Sie sich dazu die dokumentierten Referenzprojekte an oder fragen Sie direkt nach Ihrer konkreten Situation.

Ihre Branche ist nicht dabei?

Kein Problem — wir haben Erfahrung mit nahezu allen Industriezweigen.

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