Ameisensäure

Ameisensäure

Ameisensäure (HCOOH) ist die stärkste einfache Carbonsäure — eingesetzt in Leder- und Textilindustrie, als Silierhilfsmittel, in der Chemie und Gummiverarbeitung. Sie wirkt deutlich stärker ätzend als Essigsäure und hat mit 9,5 mg/m³ einen entsprechend niedrigen Arbeitsplatzgrenzwert.

In der Abluft tritt sie meist zusammen mit anderen organischen Säuren und Gerüchen auf — etwa aus Fermentations- und Silierprozessen.

Quellen und betroffene Branchen

Grenzwerte und Einstufung

KennwertWert
Arbeitsplatzgrenzwert (TRGS 900)5 ml/m³ (9,5 mg/m³)
TA Luft 2021organische Stoffe; wegen Reiz-/Ätzwirkung ggf. strengere Einzelanforderungen
Einstufungätzend (Haut/Augen), atemwegsreizend

Maßgeblich sind immer Genehmigungsbescheid, aktuelle TRGS 900 und die TA Luft 2021; die Werte hier dienen der Orientierung.

Ameisensäure aus der Abluft entfernen

Wie alle kurzkettigen organischen Säuren ist Ameisensäure sehr gut wasserlöslich: Die alkalische Wäsche erreicht hohe Abscheidegrade und ist Standard. Bei Mischemissionen mit Lösemitteln kommt die thermische Oxidation in Betracht — korrosionsfeste Werkstoffe sind in beiden Fällen Pflicht. Den Nachweis führt die Emissionsmessung; Auslegung: unabhängige Abluftberatung.

Häufige Fragen zu Ameisensäure

Wie wird Ameisensäure aus Abluft entfernt?

Bevorzugt per alkalischer Wäsche: Die Säure ist vollständig wasserlöslich und wird durch Natronlauge neutralisiert. Das Waschwasser ist abwasserseitig zu behandeln.

Welcher Grenzwert gilt für Ameisensäure?

Am Arbeitsplatz 5 ml/m³ (9,5 mg/m³) nach TRGS 900 — niedriger als bei Essigsäure, da Ameisensäure stärker ätzt. Emissionsseitig gelten die Anforderungen der TA Luft an organische Stoffe.

Worin unterscheiden sich Ameisensäure und Essigsäure abluftseitig?

Beide sind gut auswaschbar; Ameisensäure ist aggressiver (Werkstoffwahl!) und hat den strengeren Arbeitsplatzgrenzwert. Verfahrensseitig werden beide meist in derselben Wäscherstufe behandelt.

Emissionsfrage zu Ameisensäure?

Wir klären Grenzwerte, Messpflichten und das wirtschaftlichste Minderungsverfahren — herstellerunabhängig.

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