Ein Gaswäscher (Nasswäscher, Skrubber) entfernt Schadgase, Gerüche, Stäube und Aerosole aus Abluft, indem er sie mit einer Waschflüssigkeit in intensiven Kontakt bringt — das Prinzip der Absorption. Je nach Aufgabe wird mit Wasser, Lauge, Säure oder Oxidationsmitteln gewaschen.
Bauarten
- Füllkörperkolonne: Standard für Schadgase — große Austauschfläche, niedriger Druckverlust
- Sprüh-/Leerturmwäscher: unempfindlich gegen Staub, geringere Trennleistung
- Venturiwäscher: hohe Relativgeschwindigkeit für feine Stäube und Aerosole
- Strahl-/Rotationswäscher: Sonderbauformen für spezielle Frachten
Typische Einsatzfälle
Saure und basische Schadgase (HCl, SO₂, NH₃), Geruchsstufen vor Biofiltern, Aerosol- und Staubabscheidung, Abluft aus Galvanik, Chemie, Düngemittel- und Lebensmittelindustrie.
Was den Betrieb teuer macht — oder günstig
Die Kostentreiber sind Chemikalienverbrauch, Abschlämmung/Abwasser und Pumpenenergie. Eine saubere Auslegung (pH-Regelung, Kreislaufführung, Tropfenabscheider) entscheidet mehr über die Wirtschaftlichkeit als der Anschaffungspreis. Herstellerunabhängige Auslegungsprüfung: Abluftberatung; Wirksamkeitsnachweis: Emissionsmessungen.
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