Absorption bezeichnet die Aufnahme von Gasen in eine Flüssigkeit. In der Abluftreinigung ist sie das Prinzip des Gaswäschers: Die Abluft wird mit einer Waschflüssigkeit in Kontakt gebracht, die die Schadstoffe physikalisch löst oder chemisch bindet.
Wie funktioniert Absorption?
Entscheidend ist eine große Kontaktfläche zwischen Gas und Flüssigkeit — erzeugt durch Füllkörperkolonnen, Sprühdüsen oder Venturi-Geometrien. Die Waschflüssigkeit wird im Kreislauf geführt und je nach Beladung abgeschlämmt und nachgeschärft.
Typische Anwendungen
- Saure Schadgase: Chlorwasserstoff, Schwefeldioxid — alkalische Wäsche (Natronlauge)
- Basische Gase: Ammoniak — saure Wäsche
- Gerüche aus Tierhaltung, Lebensmittel- und Klärtechnik — oft als Stufe vor einem Biofilter
- Staub und Aerosole: nasse Entstaubung, z. B. im Venturiwäscher
Praxishinweis
Absorption verlagert die Fracht aus der Luft ins Wasser: Abwasserbehandlung und Chemikalienverbrauch gehören in jede Wirtschaftlichkeitsrechnung. Ob Wäscher, Adsorber oder thermische Verfahren am Ende günstiger sind, zeigt der Verfahrensvergleich in der Abluftberatung.
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