Ein Biofilter reinigt Abluft biologisch: Mikroorganismen, die auf einem feuchten Trägermaterial (Rindenmulch, Wurzelholz, Kompost oder Strukturmaterial) siedeln, bauen Geruchsstoffe und biologisch abbaubare Schadstoffe zu Wasser, CO₂ und Biomasse ab.
Wann Biofilter die richtige Wahl sind
- Geruchsintensive Abluft aus Kompostierung, Klärtechnik, Tierhaltung, Lebensmittelproduktion
- Gut wasserlösliche, biologisch abbaubare Stoffe in moderater Konzentration
- Große Volumenströme bei niedrigen Betriebskosten-Anforderungen
Grenzen des Verfahrens
Biologie braucht stabile Bedingungen: konstante Feuchte, Temperatur zwischen etwa 10 und 40 °C, keine toxischen Frachtspitzen. Schwer abbaubare oder schlecht lösliche Stoffe (viele chlorierte Verbindungen) sind ungeeignet. Oft wird ein Wäscher vorgeschaltet, der die Abluft konditioniert und Spitzen kappt — oder gleich ein Biowäscher eingesetzt.
Betrieb und Pflege
Biofilter gelten als wartungsarm, sind aber nicht wartungsfrei: Material setzt sich, verdichtet und versauert mit der Zeit, Kanalbildung („Durchbruchsgassen”) senkt die Wirkung unbemerkt. Regelmäßige Kontrolle von Druckverlust, Feuchte und Abreinigungsleistung — nachgewiesen über Emissionsmessungen — hält die Genehmigungswerte sicher. Auslegung und Materialwahl begleitet die Abluftberatung.
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