Adsorption ist die Anlagerung von Gasmolekülen an der Oberfläche eines Feststoffs (Adsorbens). In der Abluftreinigung werden so Lösemittel, Gerüche und andere organische Stoffe aus dem Abluftstrom gebunden — meist an Aktivkohle oder Zeolith, deren poröse Struktur enorme innere Oberflächen von bis zu über 1.000 m² pro Gramm bietet.
Adsorption vs. Absorption
Häufig verwechselt: Bei der Adsorption haften Moleküle an einer Feststoff-Oberfläche, bei der Absorption werden sie in einer Flüssigkeit gelöst (z. B. im Gaswäscher).
Einsatz in der Praxis
- Aufkonzentrierung: Ein Zeolithrotor reichert schwach beladene Abluft an, bevor eine regenerative Nachverbrennung sie wirtschaftlich oxidiert
- Endreinigung: Aktivkohlefilter als Polizeifilter oder bei kleinen Volumenströmen
- Rückgewinnung: wertvolle Lösemittel können desorbiert und zurückgewonnen werden
Grenzen
Adsorber sind erschöpfbar: Ist das Bett beladen, bricht der Schadstoff durch. Hohe Feuchte, Staub und manche Stoffe (z. B. Ketone mit Selbstentzündungsrisiko) begrenzen den Einsatz. Deshalb gehören Beladungsüberwachung und rechtzeitiger Wechsel zum Betriebskonzept — siehe Aktivkohle-Überwachung. Ob Adsorption für Ihren Fall trägt, klärt die Abluftberatung.
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