Ein Venturiwäscher ist ein Nassabscheider für feine Stäube und Aerosole: In einer Venturi-Düse wird der Gasstrom auf hohe Geschwindigkeit beschleunigt und trifft dort auf eingedüstes Wasser. Die enorme Relativgeschwindigkeit zerschlägt das Wasser in feinste Tropfen, die die Partikel einfangen — ein nachgeschalteter Tropfenabscheider trennt das beladene Wasser ab.
Wann der Venturiwäscher die richtige Wahl ist
- Feine und feinste Stäube (bis unter 1 µm), die Zyklone nicht greifen
- Klebrige, hygroskopische oder zündfähige Stäube, die trockene Filter verstopfen oder gefährden würden
- Heiße, feuchte Gase mit gleichzeitiger Schadgaswäsche (Kombination mit Absorption)
- Explosionsgefährdete Anwendungen — nass = inhärent sicherer (siehe Explosionsschutz)
Der Preis: Druckverlust
Die hohe Trennleistung wird mit hohem Druckverlust erkauft (je feiner der Staub, desto mehr) — der Ventilator wird zum größten Stromverbraucher der Anlage. Dazu kommen Wasseraufbereitung und Schlammbehandlung. Ob ein Venturiwäscher, ein Nasselektrofilter oder ein filternder Abscheider über die Lebensdauer günstiger ist, zeigt der Verfahrensvergleich der Abluftberatung.
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