Ein Emissionsfaktor gibt die emittierte Schadstoffmenge pro Bezugsgröße an — etwa Gramm NOₓ pro Kilowattstunde Brennstoff oder Kilogramm VOC pro Tonne Produkt. Er erlaubt, Emissionen zu berechnen, wo keine Messwerte vorliegen.
Wofür Emissionsfaktoren genutzt werden
- Emissionserklärung: anerkannte Ermittlungsart neben Messung und Schätzung
- Genehmigungsanträge: Prognose der Emissionen geplanter Anlagen
- Emissionskataster und Treibhausgas-Bilanzen
Quellen und Grenzen
Etablierte Faktorensammlungen stammen u. a. vom Umweltbundesamt, aus VDI-Richtlinien und europäischen Inventaren (EMEP/EEA). Aber: Faktoren sind Mittelwerte über Anlagenkollektive — die eigene Anlage kann deutlich abweichen (Brennstoffqualität, Lastprofil, Wartungszustand). Faustregel: Für untergeordnete Quellen reichen Faktoren, für genehmigungs- oder kostenrelevante Ströme zählt die Messung. Welche Ermittlungsart die Behörde akzeptiert, klären wir im Rahmen der Abluftberatung; belastbare Werte liefern Emissionsmessungen.
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