Photooxidation (UV-Oxidation)

Photooxidation (UV-Oxidation) nutzt energiereiches UV-C-Licht, um Schadstoff- und Geruchsmoleküle direkt zu spalten und zugleich aus Luftsauerstoff Ozon und Radikale zu erzeugen, die die Stoffe oxidieren. Das Verfahren arbeitet bei Raumtemperatur und ohne Brennstoff.

Typische Einsatzfälle

  • Geruchsminderung in Küchen- und Gastronomieabluft
  • Klär- und Abwassertechnik, Pumpwerke
  • Lebensmittel- und Räucherprozesse
  • Nachbehandlung hinter Wäschern oder Filtern

Grenzen und Stolpersteine

Photooxidation ist ein Verfahren für niedrige Konzentrationen — für industrielle Lösemittelfrachten reicht die Oxidationsleistung nicht an thermische Verfahren heran. Kritisch zu prüfen: ausreichende Verweilzeit (oft unterschätzt), Rest-Ozon im Reingas (Arbeitsschutz!), Verschmutzung der Lampen durch Fett und Staub sowie reale — nicht prospektbasierte — Abscheidegrade. Ein Wirksamkeitsnachweis per Emissionsmessungen vor und nach Einbau schützt vor Fehlinvestitionen; die nüchterne Verfahrensbewertung übernimmt die Abluftberatung.

Zurück zum Glossar · Verfahrenswahl: Abluftreinigungsverfahren im Vergleich

Nach oben scrollen