- Schadensfall
SiO₂-Ablagerungen in RNVs
Siloxane und Silane – die unsichtbare Gefahr für regenerative Nachverbrennungen.
Kritisches Problem!
Siliziumorganische Verbindungen können RNV-Anlagen innerhalb weniger Monate funktionsunfähig machen.
Siliziumorganische Verbindungen (Siloxane, Silane) kommen in vielen industriellen Anwendungen vor – oft unbemerkt.
Bei der thermischen Zersetzung oberhalb von 300°C entsteht Siliziumdioxid (SiO₂) – im Prinzip feiner Sand.
Dieser SiO₂-Staub lagert sich in Wärmetauschern und Keramikbetten ab und führt zu Verblockung, Druckverlustanstieg und Funktionsverlust.
- Problematik
Wie entstehen SiO₂-Ablagerungen?
Quellen siliziumorganischer Verbindungen
- Silikon-Dichtmassen, -Öle, -Fette
- Additive in Lacken, Farben, Kunststoffen
- Entschäumer in Prozessen
- Biogas (aus Deponien, Kläranlagen)
Mechanismus der Ablagerung
- Siliziumorganische Verbindungen gelangen mit der Abluft in die TNV/RNV
- Bei > 300°C thermische Zersetzung zu feinem SiO₂-Staub
- SiO₂ sehr fein, klebrig bei Anwesenheit anderer Stoffe
- Ablagerung in Keramikwaben, Katalysatoren, Wärmetauschern
- Schadensbilder
Typische Schadensbilder
Feststellungen bei SiO₂-Ablagerungen
Ungleichmäßiger Zellenzuwachs
Durch unterschiedliche Anströmungsverhältnisse lagert sich SiO₂ ungleichmäßig ab – einzelne Bereiche verblocken schneller als andere.
Druckverlustanstieg
Der zunehmende Strömungswiderstand führt zu extremen Druckverlustanstiegen – im Extremfall werden Keramikwaben aus der Halterung herauskatapultiert.
Spannungsrisse und Wabenbruch
Temperaturwechselbeanspruchung bei teilweise verblockten Waben führt zu ungleichmäßiger Ausdehnung → Spannungsrisse und Wabenbruch.
- Bildergalerie
Beispiele aus der Praxis
Abb. 1.1: Hexagonale Keramikzellen mit SiO₂-Ablagerungen
Abb. 1.2: Fortgeschrittene Verblockung der Wabenstruktur
Abb. 1.3: Extremfall – nahezu vollständige Verblockung
Abb. 2.2: Quadratische Zellen mit ungleichmäßiger Ablagerung
Abb. 2.3: Druckverlustbedingte Risse im Keramikbett
Abb. 2.3: Druckverlustbedingte Risse im Keramikbett
- Lösungen
Wie lässt sich das Problem vermeiden?
Präventive Maßnahmen
Abluftanalyse
Siloxan-/Silangehalt vor Anlagenplanung bestimmen
Prozessmaßnahmen
Silikon-freie Alternativen prüfen und einsetzen
Vorabscheidung
Kühler, Wäscher oder Adsorber vorschalten
Anlagenauslegung
Strömungsgeschwindigkeit und Verweilzeit optimieren
Betriebsmaßnahmen
Regelmäßige Inspektion
Siloxan-/Silangehalt vor Anlagenplanung bestimmen
Druckverlust-Monitoring
Frühzeitige Erkennung von Ablagerungen
Reinigung
Chemische oder mechanische Entfernung von Ablagerungen
Keramikwaben-Wechsel
Bei starker Verblockung rechtzeitig austauschen
Haben Sie SiO₂-Probleme?
Wir analysieren Ihre Abluft auf siliziumorganische Verbindungen und entwickeln maßgeschneiderte Lösungen zur Vermeidung von Ablagerungen.
Bereit für Ihr Projekt?
Lassen Sie uns gemeinsam die optimale Lösung finden.